Unser Projekt ist einfach. Wir wollen alle Kirchen Berlins einmal von innen gesehen haben. Was im Urlaub z.B. in Italien keiner Rede wert wäre, ist in Berlin nicht so einfach wie es klingt. Denn die meisten Kirchen sind fast immer geschlossen, vor allem aus Personalmangel und berechtigter Angst vor Diebstahl und Vandalismus.

In diesem Blog berichten wir von unseren Erlebnissen, vor allem wie und zu welchem Anlass wir es geschafft haben, ‚rein‘ zu kommen. Es geht nicht um die Geschichte oder die Architektur der Kirchen. Dafür steht unter jedem Artikel der Link zu Wikipedia und falls vorhanden zur Webseite der Gemeinde.

Wie in Blogs üblich, stehen die neuesten Artikel ganz oben. Wer das erste Mal hier ist, und von vorn beginnen möchte, der sollte hier anfangen.

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124: Christi Auferstehungs Kathedrale – Wilmersdorf

Vom Hohenzollerndamm aus sieht man die russisch-orthodoxe Christi-Auferstehungs-Kathedrale einsam und allein am Rand liegen. Wir sahen viele Leute davor stehen und hielten deswegen spontan an. Draußen wurde Schaschlik gebraten während drinnen immer noch großer Betrieb herrschte. Wie auch in der russisch-orthodoxen Kirche Marzahn herrscht Kopfbedeckungspflicht für Frauen, was aber im Winter keine größeren Probleme verursacht. Weiterlesen

123: Kreuzkirche – Schmargendorf

Schon oft ist uns das große blaue Portal vor der Kreuzkirche am Hohenzollerndamm beim Vorbeifahren aufgefallen. Um die Kirche im Rahmen der „Offenen Kirche“ zu besuchen, haben wir (wie auf der Webseite angegeben) den Pfarrer angerufen, um nach dem Termin zu fragen. Er hätte uns die Kirche zwar sofort aufgeschlossen und gezeigt, konnte uns aber leider keinen offiziellen Öffnungstermin nennen. So kamen wir am Sonntagmittag zum Ende des Gottesdienstes vorbei, da wir sowieso gerade in Wilmersdorf unterwegs waren. Weiterlesen

122: Auenkirche – Wilmersdorf

Wie der Name schon andeutet, steht die Auenkirche an der Wilhelmsaue an (aber nicht auf) dem ehemaligen Dorfanger von Wilmersdorf. Allerdings ist sie keine der klassischen Dorfkirchen sondern ein typischer Neubau aus roten Backsteinen vom Ende des 19. Jahrhundert mit einem großen Christusmosaik über dem Eingangsportal. Wir versuchten am Vorabend des Volkstrauertags das erste Mal in die Kirche zu kommen. Der Einlass zum Konzert lief aber schon, so dass an einen kurzen Besuch nicht zu denken war. Darum kehrten wir am nächsten Vormittag zum Ende des Gottesdienstes zurück. Wir mussten nur kurz auf dessen Ende warten und konnten uns dann umsehen. Weiterlesen

121: Lindenkirche – Wilmersdorf

Wir erreichten die Lindenkirche in der Homburger Straße erst bei Dunkelheit, da wir vorher unseren Sohn vom Hockeyspielen in Wilmersdorf abholen mussten. In der Kirche sollte eine Stunde später ein Konzert (wie in der Dorfkirche Schmargendorf) am Vorabend des Volkstrauertags stattfinden. Wir durften auch hier schon vorher hineinsehen. Drinnen probte der Chor, so dass wir nicht lange stören wollten. Weiterlesen

120: Dorfkirche Schmargendorf – Wilmersdorf

Dass die kleine ehemalige Dorfkirche an der mehrspurigen Breiten Straße in Schmargendorf einmal auf dem ehemaligen Dorfanger stand, ist heute kaum noch zu erkennen. Wir besuchten die Kirche am Vorabend des Volkstrauertags, eine Stunde bevor dort ein Konzert stattfinden sollte. Als wir eintrafen, waren wir die einzigen Gäste. Obwohl an der Geige noch die Probe lief, durften wir uns umsehen. Eine nette Dame erzählte uns etwas über die Kirche: Weiterlesen

119: St. Agnes – Kreuzberg

Die wenigen verbliebenen Gebäude des Brutalismus werden im Moment gerade wieder entdeckt. An vielen Stellen liest man etwas über diese Bauperiode der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, die sich von béton brut (roher Beton) und nicht etwa von dem dadurch entstehenden Eindruck ableitet. In diesem Zusammenhang wird oft die St.-Agnes-Kirche in der Alexandrinenstraße in Kreuzberg erwähnt, die profaniert, saniert und in eine Galerie umgewandelt wurde. Das wollten wir uns auch einmal näher ansehen und haben uns an einem Samstagvormittag dorthin auf den Weg gemacht. Weiterlesen

118: Kirche auf dem Tempelhofer Feld – Tempelhof

Endlich haben wir es mal wie der Name schon andeutet zu einer Kirche nach Tempelhof geschafft. Wer jetzt allerdings an die Weite des ehemaligen Flughafengeländes denkt, liegt falsch. Vom ehemaligen Feld ist rund um die Kirche am Wolffring nichts mehr zu sehen. Vielmehr steht sie inmitten von lockerer Bebauung und normalen Wohnblöcken. Als wir die Kirche erreichten, fand drinnen noch der Abschiedsgottesdienst für die aktuelle Pfarrerin statt. Selten haben wir eine so bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche in Berlin gesehen. Im Vorraum hatte man schon ein Buffet aufgebaut. Wir warteten bis der Gottesdienst zu Ende ging, um dann die Kirche zu betreten. Das war angesichts der vielen Besucher gar nicht so einfach. Weiterlesen