Archiv der Kategorie: eingebaut

✝✝✝: Garnisonskirche – Mitte

Da wo heutzutage die Straßenbahn die Spandauer Straße verlässt und nebenan ein übergroßer Kugelgrill eines bekannten deutschen Grillherstellers steht, befand sich bis kurz nach dem 2. Weltkrieg die Garnisonskirche. Sie wurde im 18. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet. Heute erinnern am Garnisonskirchplatz nur noch mehrere Tafeln an das ehemalige Gotteshaus. Zu DDR-Zeiten befand sich an dieser Stelle ein Sportplatz der Humboldt-Universität, auf dem einer von uns eine Weile Unterricht im Handball erhielt. Heute ist das Areal teilweise bebaut und bildet den dabei neu geschaffenen Litfaß-Platz, benannt nach dem Erfinder der Litfaßsäule: Weiterlesen

400: Heilig Geist Kapelle – Mitte

Die langjährigen Leser dieses Blog erinnern sich wahrscheinlich, dass wir uns für die Besichtigungen anlässlich runder Nummern, immer eine besondere Kirche aussuchen. Für den 400. Besuch haben wir uns die Heilig-Geist-Kirche an der Spandauer Straße aufgehoben. Sie ist keine bekannte und auch keine besonders sehenswerte Kirche aber eine mit viel Geschichte. Das Gebäude gilt als ältestes noch erhaltenes Kirchengebäude Berlins, kein Wunder bei der Lage mitten im Stadtzentrum. Die Kapelle ist heutzutage in das große Gebäude der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität integriert. Sie wurde zu DDR-Zeiten als Speisesaal der Mensa der Fakultät genutzt. Man holte sich das Essen (DDR-Mensen untypisch auf einem Porzellanteller serviert) dazu in einem Nebenraum ab und ging dann in den ehemaligen Kirchsaal, um sein Essen dort an Sprelacarttischen einzunehmen. So zumindest erinnert sich einer von uns beiden, der dort Ende der 80er Jahre mehrfach die Mensa genutzt hat. Weiterlesen

392: Gemeindehaus Klosterfelde -Spandau

An einem schönen Herbstsonntag führte uns der Weg zum Gemeindehaus Klosterfelde an der Seegefelder Straße. Wir kamen zum Ende des Gottesdienstes und konnten uns die Kirche fast ganz allein ansehen, während der Pfarrer draußen mit einigen Gemeindemitgliedern noch ein Schwätzchen hielt. Weiterlesen

381: Gemeinwesenzentrum Heerstraße Nord – Staaken

Neben dem alten Staaken gibt es noch ein anderes, sagen wir moderneres: die Plattenbausiedlung Heerstraße Nord. Ja, auch in Westberlin hat man sich dem industriellen Bauen nicht verschlossen. Ziemlich versteckt zwischen alle den Hochhäusern gibt es im Gemeinwesenzentrum einen Kirchsaal, in dem regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Wir mussten nur kurz warten, bis der Gottesdienst zu Ende war, bevor wir uns dort umsehen konnten. Weiterlesen

377: Neuapostolische Kirche – Kreuzberg

Zum Glück stieß der Bewohner der Neuapostolischen Kirche an der Baruther Straße auf diesen Blog. Uns war diese Kirche trotz Wikipediaeintrags (den es erst seit 2019 gibt) entgangen. So konnten wir mit seiner Hilfe mittags bei bestem Fotowetter einen Blick in die leere Kirche werfen. Wir bekamen sogar noch ein paar alte Fotos aus der Entstehungszeit der Kirche zu sehen. Vielen Dank. Weiterlesen

371: Katholisch-Apostolische Kirche – Kreuzberg

Über die Katholisch-Apostolische Kirche in der Wilmstraße scheint es so gut wie keine öffentlich verfügbaren Informationen zu geben. Die Gemeinde hat keine über Google auffindbare Webseite. Das wenige was man findet, ist der Wikipediaartikel und ein paar Informationen zur Geschichte des Bauwerks. Ein wenig zum Hintergrund des katholisch-apostolischen Glaubens, der auch die Gemeinde in der Wilmsstraße erwähnt, kann man hier nachlesen.

So sind wir einfach am Sonntagvormittag vorbeigefahren und hatten Glück, dass der Gottesdienst gerade zu Ende gegangen war. Die Gemeindemitglieder standen noch in kleinen Gruppen auf der Straße vor dem Gebäude. Wir gingen hinein und wollte gerade anfangen uns umzusehen und ein paar Fotos machen, als man uns bemerkte und wir freundlich, aber bestimmt aufgefordert wurden, die Kirche wieder zu verlassen. So gibt es auch keine Fotos vom sehenswerten Innenraum, der, soweit wir in der Kürze der Zeit feststellen konnten, eine Bemalung in sehr gutem, originalem Zustand aufweist. Im Internet finden sich nur Aufnahmen alter Postkarten, die den Innenraum in Schwarz Weiß abbilden.

Darum unsere Bitte an alle Leser dieses Artikels: Kann uns jemand einen Kontakt zur Gemeinde herstellen, so dass wir dort nach einer offiziellen Erlaubnis für Fotos und einem neuen Besichtigungstermin fragen können? Die Kirche wäre sonst die erste (außer der JVA-Tegel-Kirche) von der wir keine Fotos des Innenraums zeigen können.

Katholisch-Apostolische-Kirche Kreuzberg
Webseite: http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Katholisch-apostolische_Gemeinde_Berlin-S%C3%BCd
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Katholisch-Apostolische_Kirche_(Berlin)

 

370: Evangelisch Freikirchliche Gemeinde – Kreuzberg

Das Gebäude der Baptistengemeinde an der Bergmannstraße kann man nur schwer übersehen, wenn man die Zossener Straße hinunter fährt. Das Kreuz auf dem Dach ist weithin sichtbar. Dafür findet man außer der Webseite der Gemeinde nur wenig Informationen im Netz (kein Wikipediaeintrag). Wir haben einfach vorbeigeschaut und hatten Glück, dass offen war. Weiterlesen

369: Gemeindesaal Jesus Christus Gemeinde – Kreuzberg

Nur durch Zufall sind wir bei einem Stadtrundgang an der Wartenburgstraße auf den Gemeindesaal der Jesus-Christus-Gemeinde gestoßen. Dort finden im Moment die Gottesdienste der Gemeinde statt, da ihre Christuskirche gerade saniert wird (das andere Gotteshaus der fusionierten Gemeinde, die Jesuskirche, ist heute ein Wohnhaus). So konnten wir das Ende des Gottesdienstes für einen Besuch des leeren, aber beleuchteten Saals nutzen, während die Gemeindemitglieder schon draußen im Garten verweilten. Weiterlesen

✝✝✝: Jesuskirche – Kreuzberg

Für die Besichtigung der Jesuskirche in der Kreuzbergstraße kommen wir zu spät. Sie wurde 2014 profaniert und in Wohnungen umgewandelt. Dabei ist laut Projektbeschreibung auch der Kirchenraum verschwunden. Ein alter Tagesspiegelartikel beschreibt nicht nur Details zur Entwidmung sondern zeigt auch einige Fotos aus dem Innenraum. Wir können nur ein paar Außenaufnahmen aus 2021 beisteuern, auf denen man noch den Glockenturm (der einen Fahrstuhl enthält) erkennen kann, dem heute das Kreuz fehlt. Wer allerdings nicht weiß, dass dieses Gebäude aus den 1960er Jahren mal eine Kirche war, wird wohl von allein nicht darauf kommen. Weiterlesen