Archiv der Kategorie: bemerkenswert

400: Heilig Geist Kapelle – Mitte

Die langjährigen Leser dieses Blog erinnern sich wahrscheinlich, dass wir uns für die Besichtigungen anlässlich runder Nummern, immer eine besondere Kirche aussuchen. Für den 400. Besuch haben wir uns die Heilig-Geist-Kirche an der Spandauer Straße aufgehoben. Sie ist keine bekannte und auch keine besonders sehenswerte Kirche aber eine mit viel Geschichte. Das Gebäude gilt als ältestes noch erhaltenes Kirchengebäude Berlins, kein Wunder bei der Lage mitten im Stadtzentrum. Die Kapelle ist heutzutage in das große Gebäude der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität integriert. Sie wurde zu DDR-Zeiten als Speisesaal der Mensa der Fakultät genutzt. Man holte sich das Essen (DDR-Mensen untypisch auf einem Porzellanteller serviert) dazu in einem Nebenraum ab und ging dann in den ehemaligen Kirchsaal, um sein Essen dort an Sprelacarttischen einzunehmen. So zumindest erinnert sich einer von uns beiden, der dort Ende der 80er Jahre mehrfach die Mensa genutzt hat. Weiterlesen

395: Apostel Johannes Gemeindezentrum – Reinickendorf

Alle Architekten, die wir kennen, sind Anhänger des Sichtbetons. Das dürfte einer der signifikantesten Unterschiede zur Restbevölkerung darstellen, die dieses Gestaltungselement in der Mehrheit wohl deutlich ablehnt. Insofern ist das Apostel-Johannes-Gemeindezentrum am Dannenwalder Weg ein Tempel zeitgenössischer Architektur, den nur Eingeweihte wirklich zu würdigen wissen. Wir kamen nach mehreren erfolglosen Versuchen während der Coronazeit fast zum Ende eines Gottesdienstes dort vorbei und konnten uns anschließend drinnen umsehen. Weiterlesen

392: Gemeindehaus Klosterfelde -Spandau

An einem schönen Herbstsonntag führte uns der Weg zum Gemeindehaus Klosterfelde an der Seegefelder Straße. Wir kamen zum Ende des Gottesdienstes und konnten uns die Kirche fast ganz allein ansehen, während der Pfarrer draußen mit einigen Gemeindemitgliedern noch ein Schwätzchen hielt. Weiterlesen

390: Wichernkirche – Hakenfelde

Immer noch rechtzeitig vor Beginn des Gottesdienstes erreichten wir die zweite Spandauer Kirche auf unserem sonntäglichen Besichtigungstrip. In der Wichernkirche an der gleichnamigen Wichernstraße hatten sich schon viele Gemeindemitglieder versammelt, so dass wir uns mit unserem Besuch beeilen mussten. Weiterlesen

386: Salvatorkirche – Lichtenrade

Nach der Lichtenrader Dorfkirche blieben wir im Stadtteil und fuhren zur nicht weit entfernten Salvatorkirche an der Breisingstraße in der Nähe des S-Bahnhofs. Dort mussten wir draußen noch etwas warten, bevor die gut gefüllte Kirche sich nach dem Gottesdienst geleert hatte. Von draußen ist die Kirche der erwartete schlichte 1930er-Jahre-Klinkerbau, aber als wir die Kirche betraten, waren wir dann doch überrascht. Weiterlesen

371: Katholisch-Apostolische Kirche – Kreuzberg

Über die Katholisch-Apostolische Kirche in der Wilmstraße scheint es so gut wie keine öffentlich verfügbaren Informationen zu geben. Die Gemeinde hat keine über Google auffindbare Webseite. Das wenige was man findet, ist der Wikipediaartikel und ein paar Informationen zur Geschichte des Bauwerks. Ein wenig zum Hintergrund des katholisch-apostolischen Glaubens, der auch die Gemeinde in der Wilmsstraße erwähnt, kann man hier nachlesen.

So sind wir einfach am Sonntagvormittag vorbeigefahren und hatten Glück, dass der Gottesdienst gerade zu Ende gegangen war. Die Gemeindemitglieder standen noch in kleinen Gruppen auf der Straße vor dem Gebäude. Wir gingen hinein und wollte gerade anfangen uns umzusehen und ein paar Fotos machen, als man uns bemerkte und wir freundlich, aber bestimmt aufgefordert wurden, die Kirche wieder zu verlassen. So gibt es auch keine Fotos vom sehenswerten Innenraum, der, soweit wir in der Kürze der Zeit feststellen konnten, eine Bemalung in sehr gutem, originalem Zustand aufweist. Im Internet finden sich nur Aufnahmen alter Postkarten, die den Innenraum in Schwarz Weiß abbilden.

Darum unsere Bitte an alle Leser dieses Artikels: Kann uns jemand einen Kontakt zur Gemeinde herstellen, so dass wir dort nach einer offiziellen Erlaubnis für Fotos und einem neuen Besichtigungstermin fragen können? Die Kirche wäre sonst die erste (außer der JVA-Tegel-Kirche) von der wir keine Fotos des Innenraums zeigen können.

Katholisch-Apostolische-Kirche Kreuzberg
Webseite: http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Katholisch-apostolische_Gemeinde_Berlin-S%C3%BCd
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Katholisch-Apostolische_Kirche_(Berlin)

 

362: Kirche Schönow – Zehlendorf

Nach unserem Kurzausflug in den Nuthe-Nieplitz-Naturpark fuhren wir nach Berlin über Stahnsdorf und Kleinmachnow zurück. Zu unserer Überraschung sahen wir, das die kurz hinter der Stadtgrenze an der Andréezeile gelegene Kirche Schönow noch so spät am Sonntag einen Gottesdienst durchführt, der es uns erlaubte, die Kirche kurz vorher zu besichtigen. Weiterlesen

342: St. Petrus – Wilmersdorf

Nach Schöneberg und Steglitz führte uns der Weg gleich um die Ecke nach Wilmersdorf. Neben (man muss fast sagen, unterhalb) der Brücke vom Autobahnzubringer am Breitenbachplatz, steht die St. Petruskirche. Vom äußeren (und inneren) Eindruck würde man niemals erwarten, hier vor der neuesten Kirche Berlins zu stehen, die wir bisher besucht haben. Sie ist mit Baujahr 2005 sogar etwas jünger, als der vormalige Spitzenreiter St. Canisius aus dem Jahr 2002. Der Gottesdienst, auf dessen Ende wir für unsere Besichtigung warten mussten, war trotz Corona erstaunlich gut besucht. Weiterlesen