162: Maria Regina Martyrium – Charlottenburg

Auf die Maria-Regina-Martyrium-Kirche am Heckerdamm sind wir schon von mehreren hingewiesen worden. Sie ist eine Gedenkkirche für die Katholiken, die für Ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus Ihr Leben lassen mussten. Sie befindet sich unweit des auch heute noch in Betrieb befindlichen Gefängnisses Plötzensee und steht ganztägig für Besucher offen.  Zuerst wähnten wir sie in der Nähe der Gedenkstätte Plötzensee, mussten aber einmal um das JVA-Gelände herum und noch an einer großen Kleingartenanlage entlangfahren bis wir die Kirche inmitten eines Plattenbaugebietes erreichten. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich außer uns niemand dorthin verirrt hatte. Selbst der nebenan liegende Klosterladen war geschlossen. Wir konnten uns ganz allein auf dem großen Gelände und in der Kirche umsehen. Der an diesem Tag herrschende leichte Nieselregen verlieh dabei dem Ort eine zusätzliche Schwere und Düsternis.

Maria Regina Martyrium - Charlottenburg

Maria Regina Martyrium – Charlottenburg

Wäre da nicht der große, hohe Glockenturm an der einen Ecke des Feierhofs, würde man bei dem großen Flachbau vielleicht an die Deutsche Oper denken, die wie die Kirche vom Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts stammt und auch eine ähnliche Waschbetonfassade hat. Da diese Architekturepoche gerade in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, könnte die Anzahl der Besucher der bemerkenswerten Kirche in Zukunft ansteigen.

Maria Regina Martyrium - Charlottenburg

Maria Regina Martyrium – Charlottenburg

Innen erwarten einen hinter dem Eingang eine große Treppe, die zum querliegenden Kirchsaal hinaufführt. Der große Saal wird nur indirekt von seitlichen Oberlichtern beleuchtet. Es dominiert das große Wandbild, dass die ganze Wand hinter dem Altar einnimmt. Die Seitenwände sind als rauer Sichtbeton ausgeführt, der durch rechteckige Muster aufgelockert wird. Im Erdgeschoss gibt es eine Krypta in der ursprünglich auch Bernhard-Lichtenberg beigesetzt werden sollte. Die DDR-Behörden verweigerten jedoch die Überführung nach Westberlin, so dass sich sein Grab heute in der Hedwigskathedrale in Ostberlin befindet.

Maria-Regina-Martyrium-Kirche Charlottenburg
Webseite: http://gedenkkirche-berlin.de/
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Regina_Martyrum_(Berlin)

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2 Gedanken zu „162: Maria Regina Martyrium – Charlottenburg

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